Angststörungen Angsterkrankungen

Home / Angststörungen Angsterkrankungen

Angststörungen Angsterkrankungen

Dezember 9, 2018 | Uncategorized | Keine Kommentare

little-boy

Wenn Angst ein unnormales Ausmaß nimmt, dann sprechen wir von einer Angsterkrankung oder Angststörung. Zu den häufigsten zählen Panikstörung, generalisierte Angststörung, soziale Angststörung und spezifische Phobien. Auf die unterschiedlichen Formen werden wir noch näher eingehen. Neben Depressionen gehören Angsterkrankungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.

Bleibt eine Erkrankung mit Ängsten unbehandelt, so kann dies dazu führen, dass eine sogenannte Erwartungsangst entsteht, also Angst vor der Angst. Betroffene vermeiden immer öfter Situationen, die ihre Angst auslösen könnten. Das hat wiederum zur Folge, dass viele Menschen mit einer Angsterkrankung immer zurückgezogener leben. Es kann zu Schlafstörungen, Problemen in der Familie und zur Berufsunfähigkeit kommen.

Der völlig falsche Weg ist hier der Gebrauch von Beruhigungsmitteln, die nur kurzfristig Abhilfe verschaffen. Langfristig ist eine entsprechende Therapie notwendig. 

Bauen Sie Selbstbewustsein auf und stellen Sie sich ihrer Angst. Wir empfehlen zum Beispiel das Erlernen eine Kampfsportart. Die Profis von Clothed for Combat empfehlen Taekwondo. Warum grade Taekwondo? Sie haben hier alle Elemente in einem Stil vereinbart. Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit – all dies wird Sie auf eine neue Richtung fokusieren. Den richtigen Taekwondo Anzug finden Sie hier. 

Die Formen der Angststörungen

Panikstörung

Hierbei handelt es sich um immer wiederkommende Angstattacken, die von folgenden Symptomen begleitet werden können:

– Herzrasen
– Druck in der Brust
– Atemnot/Erstickungsgefühl
– Schwitzen oder Frieren
– Ohnmachtsgefühl/Hilflos
– Schwindelgefühl
– Zittern/Erdbebengefühl
– Kontrollverlustangst
– Angst zu sterben
– Übelkeit
– Taubheitsgefühl/Kribbelgefühl

Die Dauer der Panikattacken kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Bei einigen ist es nach ein paar Minuten wieder vorbei, bei anderen kann dies Stunden dauern.

Viele haben danach bereits Angst vor der nächsten Panikattacke. Es kommt häufig vor, dass Menschen mit einer Angsterkrankung als Notfall ins Krankenhaus gehen, weil oftmals Symptome einer lebensbedrohlichen Krankheit vorliegen. Zum Beispiel das Herzrasen in Verbindung mit dem Druck in der Brust, es ist wie bei einem Herzinfarkt.

Wann die Panikattacken kommen, ist nicht vorauszusehen. Sie können auch in völlig normalen Situationen auftauchen, beispielsweise zuhause vor dem Fernseher. Aber häufiger werden Panikattacken in bestimmten Situationen ausgelöst, daher dann auch die Vermeidung von bestimmten Situationen. Viele meiden Orte, an denen große Menschenmengen sind, oder auch Fahrstühle und Flugzeuge. Hierbei ist häufig zusätzlich Platzangst (darauf wird später im Beitrag näher eingegangen) vorhanden. In der Fachsprache wird Platzangst Agoraphobie genannt. Betroffene versuchen solche Situationen zu vermeiden, da sie Angst haben, dort nicht schnell genug heraus zu kommen.

Panikstörungen betreffen Frauen häufiger als Männer. Insgesamt sind etwa drei Prozent der Bevölkerung von einer Panikstörung betroffen.

Generalisierte Angststörung

Bei einer generalisierten Angststörung geht es um Ängste, die keine bestimmten Situationen betreffen. Hier kann die Angst grundlos auftreten. Aber auch reale bedrohliche Dinge, wie Krankheiten oder Unfälle, die jemandem passieren könnten sind Ängste der Betroffenen. Es macht sich eine innerliche Unruhe breit, Nervosität und Schlafstörungen können auftreten. Das Gefühl einer annähernden Katastrophe macht Menschen mit einer generalisierten Angststörung zu schaffen. Bei dieser Angsterkrankung treten die Symptome nicht alle zeitgleich auf, so wie bei der Panikstörung, sondern über den Tag verteilt.

Dies können folgende Symptome sein:

– Herzrasen
– Zittern
– Schwitzen
– Hände sind feucht oder kalt
– Ausgetrockneter Mund
– Ruhelosigkeit
– Übelkeit
– Rückenverspannungen
– Kloß im Hals

Hier wird auch vermieden oder aufgeschoben. Zwischen einer solchen Angsterkrankung und einer Depression zu unterscheiden ist schwierig. Auch hier sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Etwa vier bis sechs Prozent der Bevölkerung leiden unter einer generalisierten Angststörung.

Soziale Angststörung

Die soziale Angststörung, oder auch soziale Phobie genannt, ist eine Schüchternheit in Extremform. Hierbei fürchten sich Betroffene vor Situationen, in denen sie sich von anderen beobachtet oder kritisch angesehen fühlen.

Folgende Situationen können hier gemeint sein:

– Ein Betroffener hält einen Vortrag oder eine Rede und alle schauen auf diese Person
– Es findet eine Prüfung statt
– Gespräche mit Vorgesetzten
– Telefongespräche in Anwesenheit anderer Personen
– Melden oder an die Tafel schreiben im Schulunterricht
– Fremde Personen ansprechen
– Im Restaurant essen gehen
– Sich verabreden
– Behördengänge oder Arztbesuche

Solche Situationen werden von Betroffenen möglichst vermieden. Können diese nicht vermieden werden, sprich die Situation kommt zustande, dann treten Symptome wie Zittern, Erröten, Angst vor Übelkeit oder erhöhter Toilettendrang auf.

Etwa sieben Prozent der Bevölkerung leiden unter sozialer Phobie. Bei vielen beginnt sie bereits im Kindesalter und wird schlimmer. Ab Mitte dreißig gehen die Ängste häufig zurück.

Spezifische Phobien

Hier wird sich vor Situationen, Gegenständen, oder auch Lebewesen gefürchtet, die meist nicht gefährlich sind. Zum Beispiel haben Betroffene Angst vor Tieren wie Hunde, Katzen, Mäuse etc. oder fürchten sich vor Wespen, Bienen und Spinnen. Aber auch Angst vor Blut, Angst vor Verletzungen oder die Angst vor einer Spritze zählt dazu. Bereits nur der Gedanke daran bereitet Betroffenen ein ungutes Gefühl oder Panik.

Auch hier sind Frauen häufiger als Männer betroffen.

Wird eine Angsterkrankung nicht dementsprechend behandelt, so entsteht häufig ein Teufelskreis. Schon allein aus Angst vor der Angst ziehen sich Betroffene häufig zurück und sind dadurch in ihrer Lebensweise extrem eingeschränkt. In schlimmen Fällen verlassen Angsterkrankte nicht mehr ihr Haus oder ihre Wohnung.

Das Zentrum der Angst im Gehirn ist bei einer Angsterkrankung oder Angststörung überaktiv. Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich. Diese können traumatische Erlebnisse oder familiäre Veranlagungen sein. Auch Persönlichkeitsstörungen können hier vorliegen.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass bei Menschen mit Angststörungen eine höhere Reaktionsbereitschaft auf unterschiedliche Reize in bestimmten Gehirnregionen vorliegt, als bei Menschen ohne Angststörung.

Platzangst – Agoraphobie

Bei der Platzangst sind die Auslöser der Angst zum Beispiel große Menschenmengen, Räume, Orte usw. Auch Reisen, die weit von zuhause weg sind, können hier Angst machen. Ein Gefühl des ausgeliefert seins macht sich breit und Betroffene geraten in Panik, da sie nicht sofort in der Lage sind, sich schnell aus dieser Situation zu retten. Es ist auch die Angst davor, dass beispielsweise ein Arzt nicht schnell genug da sein kann, um zu helfen.

Viele die unter Platzangst leiden, bleiben lieber zuhause. Im Verlauf können sich hier sogar Depressionen oder Süchte entwickeln.
Die Angst vor engen Räumen wie Fahrstühle, Flugzeuge, Busse, Bahnen und Zügen zählt zu einer speziellen Form der Platzangst. Hier reden wir von Klaustrophobie.

Symptome der Platzangst:

– Unsicherheit
– Beklemmungsgefühle
– Innere Unruhe
– Fluchtdrang aus der Situation
– Herzrasen
– Zittern
– Schwindelgefühl
– Übelkeit
– Schwitzen
– Atemnot
– Ohnmachtsgefühl

Angststörungen oder Angsterkrankungen müssen durch einen Psychotherapeuten oder durch einen Psychiater behandelt werden. Bei vielen Angststörungen hilft beispielsweise eine kognitive Verhaltenstherapie. Hierbei wird sich zunächst direkt mit den Gedanken und Gefühlen auseinandergesetzt und anschließend am Verhalten gearbeitet.

Das Ziel dabei ist, die angstauslösenden Gedanken so zu verändern, dass Betroffene lernen, damit umzugehen.

Eine Therapie ist zwar oftmals langwierig und es dauert meist eine Zeitlang, bis ein Therapie Platz frei ist, aber die geeignete Therapie kann helfen, die jeweiligen Ängste zu überwinden.

About Auther